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Detalles Bibliográficos
Autor principal: Walter, David K.
Formato: Recurso digital
Lenguaje:
Publicado: Zenodo 2018
Materias:
Acceso en línea:https://doi.org/10.5281/zenodo.4270065
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Tabla de Contenidos:
  • <p>In Sigriswil gibt es 562 bekannte Zweitwohnungen, was bei einem Gesamtwohnungsbestand von 3749 Wohnungen einem Zweitwohnungsanteil von 15 Prozent entspricht. Die Differenz zum Zweitwohnungsanteil gemäss ARE kann einerseits anhand des Adressenbestandes der Tourismusorganisationen, andererseits aufgrund des nicht aktuellen Gebäude- und Wohnungsregisters der Einwohnergemeinde erklärt werden. Allerdings wird vermutet, dass eine gewisse Anzahl Zweitwohnungen noch nicht als solche bekannt sind, sodass der Anteil wohl zwischen 15 und 20 Prozent liegt. Die heute bekannten Zweitwohnungen umfassen rund 2000 Betten, während die Hotels in Sigriswil 630 Betten anbieten. Im Jahr 2017 wurden 19 500 Logiernächte in Ferienwohnungen von Einheimischen, 68 600 Logiernächte in Zweitwohnungen durch deren Besitzende, 9000 Logiernächte durch vermietete Zweitwohnungen und 135 700 Logiernächte in Hotels generiert. Sigriswil verzeichnet demnach rund 230 000 touristische Logiernächte pro Jahr. Die Zweitwohnungen werden 24 Mal pro Jahr genutzt, wobei die Besitzenden und deren Familien 61 Nächte (122 Logiernächte) darin verbringen. 80 Prozent der Zweitwohnungsbesitzenden aus der Schweiz reisen mit dem Auto an und legen für die Anreise durchschnittlich rund 100 Kilometer zu-rück. Die im Ausland ansässigen Besitzenden reisen rund 2200 Kilometer zu ihrer Zweitwohnung. Die Besitzenden nutzen ihre Zweitwohnungen vorwiegend zur Erholung und für Ausflüge in der Region. Für alle Konsumausgaben geben die Besitzenden in Sigriswil jährlich 2800 CHF pro Zweitwohnung aus. Das ergibt über 1,6 Millionen CHF Wertschöpfung für lokales Gewerbe und Dienstleistungsanbietende in Sigriswil. Neben den Konsumausgaben werden jährlich 10 300 CHF in jede Zweitwohnung investiert, was in einem jährlichen Investitionsvolumen von 5,8 Millionen CHF resultiert. Zudem bezahlen Zweitwohnungsbesitzende jährlich Steuern und Gebühren von rund 1 200 CHF für ihre Zweitwohnung, was insgesamt zu Einnahmen in der Höhe von 690 000 CHF führt. Zwei Drittel der Zweitwohnungsbesitzenden haben ihre Wohnung gekauft, ein Viertel hat sie geerbt und zehn Prozent haben die Wohnung geschenkt bekommen. Die Wohnungen sind dabei durchschnitt-lich seit knapp 18 Jahren im Besitz der heutigen Besitzenden. Die Lage und Umgebung sowie die Erreichbarkeit vom Erstwohnsitz sind die wichtigsten Gründe, weshalb die Zweitwohnungsbesitzenden ihre Wohnung gekauft haben. Knapp zwei Drittel können es sich allerdings nicht vorstellen, in Sigriswil ihren Erstwohnsitz zu haben. Ebenfalls fast zwei Drittel der Zweitwohnungsbesitzenden sind älter als 65 Jahre, wobei das Durchschnittsalter bei 68 Jahren liegt. Die Besitzenden kommen zu 93 Prozent aus der Schweiz und sieben Prozent leben im Ausland. Besitzende aus Bern (45%), beider Basel (20%), Zürich (12%) und dem Ausland (7%) repräsentieren insgesamt 84 Prozent aller Zweitwohnungsbesitzenden. In Sigriswil werden 15 Prozent der Zweitwohnungen vermietet. Diese werden durchschnittlich während 54 Nächten (108 Logiernächten) pro Wohnung genutzt. Dadurch werden bei einem Durchschnittspreis von 85 CHF pro Nacht Mieteinnahmen von über 300 000 CHF generiert. Die restlichen Zweitwohnungsbesitzenden vermieten ihre Wohnung vor allem wegen dem drohenden Eingriff in die Privatsphäre sowie der eingeschränkten Flexibilität nicht. Es sind jedoch weitere 15 Prozent zur Vermietung bereit, wenn Dienstleistungen angeboten würden, welche die Vermietung vereinfachen. In diesem berechneten Szenario könnten somit über 18 000 Logiernächte und somit über 600 000 CHF an Mieteinnahmen durch Vermietung generiert werden. Zweitwohnungsbesitzende fühlen sich in Sigriswil sehr wohl und sie haben ein soziales Umfeld von 13 Personen an ihrem Zweitwohnsitz. Sowohl mit der Einwohnergemeinde und den Tourismusorganisationen als auch mit dem touristischen Angebot sind die Zweitwohnungsbesitzenden zu rund 90 Prozent sehr zufrieden oder eher zufrieden. Sie sehen auf Gemeindeebene vor allem in den Bereichen In-formation und Kommunikation, Mobilität, Gemeindedienstleistungen und Infrastruktur noch Verbesserungsmöglichkeiten. Auf Seite des Tourismus wird eine nachhaltige Entwicklung befürwortet, aber es gibt Unverständnis für die erhobene Kurtaxe und deren Verwendung. Nur gerade 10 Prozent wünschen sich eine verbesserte Einbindung in das Gemeindeleben, wobei dies vor allem durch Freiwilligenarbeit oder durch Mitsprache und das Einbringen von Know-how geschehen soll.</p>