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Main Authors: Reinschmidt, Elena, Werren, Chantal
Format: Recurso digital
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Published: Zenodo 2021
Online Access:https://doi.org/10.5281/zenodo.5547780
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Table of Contents:
  • <p>Menschen, welche einen assistierten Suizid in Anspruch nehmen möchten, ohne tödlich krank zu sein, finden sich in einer herausfordernden Situation wieder. Der Einfluss der Angehörigen, sowie der Gesellschaft vermindert oft die benötigte Autonomie bei der Entscheidung. Die Rolle und Haltung der Sozialen Arbeit bezüglich des assistierten Suizides bei Menschen mit einer nicht letalen Diagnose, ist bisher nicht bekannt. AvenirSocial hat bis zum heutigen Tag keine Stellungnahme veröffentlicht. Wie mit dem Wunsch einer Person einen assistierten Suizid in Anspruch zu nehmen umzugehen ist, wurde bisher primär in der Medizinethik und im Recht diskutiert. Anhand von Leitfadeninterviews mit Expert*innen aus den Bezugswissenschaften Ethik, Recht und Praxis der Sozialen Arbeit konnte eine Datenerhebung bezüglich der Haltung und Rolle der Sozialen Arbeit erhoben werden. Dabei wurde ersichtlich, dass die Soziale Arbeit auf der Mikro- Makro- und Mesoebene ansetzen muss und für die Betroffenen anwaltschaftlich einzustehen hat. Um Menschen mit einem Wunsch zum gewählten Freitod optimal unterstützen zu können, braucht es einen gesellschaftlichen Diskurs bezüglich des Themas assistierter Suizid. Die größte Gefahr der Liberalisierung des assistierten Suizides birgt der Umstand, dass es zu einer implizierten Norm für kranke und alte Menschen werden könnte.</p>