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| Main Authors: | , |
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| Formato: | Recurso digital |
| Idioma: | |
| Publicado: |
Zenodo
2011
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| Acceso en liña: | https://doi.org/10.5281/zenodo.822405 |
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Table of Contents:
- <p>Heute leben 30-35‘000 Jenische in der Schweiz. Sie sind als nationale Minderheit anerkannt, werden jedoch nach wie vor diskriminiert. Das jenische Volk erlebte in der Zeit von 1926 bis 1973 eines der dunkelsten Kapitel der jüngsten Schweizer Geschichte. Ihre fahrende Lebensweise sollte beseitigt werden, indem ihnen ihre Kinder weggenommen wurden. Aufgrund dieser unerfreulichen Geschehnisse zwischen den Jenischen und dem Vormundschaftswesen wird in dieser Bachelor-Arbeit der Fokus auf die heutige Zusammenarbeit zwischen der jenischen Bevölkerung und dem Vormundschaftswesen gelegt. Die Arbeit ist eine qualitative Sozialforschung mit dem Ziel, dass eine Auseinandersetzung mit dieser Thematik stattfindet und ein Beitrag zum Verständnis für eine nationale Minderheit geleistet wird. Es wird der Frage nachgegangen, wie sich die Zusammenarbeit zwischen der jenischen Bevölkerung und dem Vormundschaftswesen heute gestaltet und welche Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit abgeleitet werden können. Dazu wird das Leitfadeninterview als geeignete Forschungsmethode gewählt und Experteninterviews mit Vertreterinnen und Vertretern der jenischen Bevölkerung, aus Vormundschaftsbehörden und aus Amtsvormundschaften durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Vormundschaftswesen seit der Aktion «Kinder der Landstrasse» weiterentwickelt hat und auf einen individuellen Umgang geachtet wird. Die heutige Zusammenarbeit ist jedoch immer noch geprägt von dieser Zeit und die Erlebnisse sind bei den Jenischen nach wie vor präsent. Latente Ängste und Vorurteile sind vorhanden. Die Professionellen der Sozialen Arbeit sollten sich in der Zusammenarbeit mit Jenischen informieren, engagieren und vernetzen.</p>