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Main Author: Geerdes-Fenge, H. F.
Format: Recurso digital
Language:
Published: Zenodo 2014
Subjects:
Online Access:https://doi.org/10.5281/zenodo.13530245
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_version_ 1866901082996736000
author Geerdes-Fenge, H. F.
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contents (Uploaded by Plazi for the Bat Literature Project) <p>Fieberhafte Erkrankungen nach Tropenaufenthalt werden in bis zu 11 % der Fälle durch Atemwegsinfektionen verursacht. Pneumonien bei Reiserückkehrern oder bei Migranten aus tropischen oder subtropischen Regionen werden in der Regel durch die auch in Europa üblichen Erreger verursacht: Pneumokokken, <i>Haemophilus influenzae</i>, <i>Mycoplasma pneumoniae</i>, <i>Chlamydophila pneumoniae</i>, Influenza, <i>Legionella pneumophila</i>. Es gibt jedoch auch Lungenerkrankungen, die nach einem Aufenthalt in den Tropen oder Subtropen auf dort endemische bakterielle, parasitäre, virale oder mykotische Erreger zurückgeführt werden können. Häufige importierte Infektionen sind Malaria, Denguefieber und Tuberkulose. Bei Reiserückkehrern und Migranten mit Lungenerkrankungen und Eosinophilie sollte an folgende Krankheiten gedacht werden: Katayama-Fieber (Bilharziose), Löffler-Syndrom (Lungenpassage von Rundwürmern: <i>Ascaris lumbricoides, Strongyloides stercoralis, Ancylostoma duodenale</i> und <i>Necator americanus</i>), tropische pulmonale Eosinophilie (Mikrofilarien), Amöbiasis, Infektion mit Lungenegeln, Echinokokkose und Toxocariasis. Durch Grasmilben wird das in Asien endemische Tsutsugamushi-Fieber übertragen, durch Zecken verschiedene Fleckfiebererkrankungen (Rickettsiosen). Zoonosen werden durch Kontakt zu infizierten Tieren bzw. deren Ausscheidungen erworben und sind in der Regel nicht von Mensch zu Mensch übertragbar: MERS-CoA (Kamele), pulmonale Hantavirusinfektion (Mäuse), Tularämie (Hasen), Leptospirose (Ratten), Q-Fieber (Schafe und Ziegen), sehr selten auch Anthrax (Tierfelle von Wiederkäuern) und Pest (infizierte Ratten und Wildtiere). Durch Inhalation von kontaminiertem Staub kann es zu Infektionen mit dimorphen Pilzen kommen: Histoplasmose (Fledermauskot) und Coccidioidomykose in Amerika und Teilen Afrikas, Blastomykose in Amerika. Einige Infektionen und deren Folgeerscheinungen können noch Jahre bis Jahrzehnte nach einem Tropenaufenthalt auftreten (Melioidose, Tuberkulose, Histoplasmose, Schistosomiasis-assoziierte pulmonale Hypertonie). Nichtinfektiöse Lungenerkrankungen können durch starke Luftverschmutzung oder Inhalation von toxischem Staub ausgelöst werden.</p>
format Recurso digital
id zenodo_https___doi_org_10_5281_zenodo_13530245
institution Zenodo
language
publishDate 2014
publisher Zenodo
record_format zenodo
spellingShingle Pneumonien mit Reiseanamnese
Geerdes-Fenge, H. F.
Biodiversity
Mammalia
Chiroptera
Chordata
Animalia
bats
bat
(Uploaded by Plazi for the Bat Literature Project) <p>Fieberhafte Erkrankungen nach Tropenaufenthalt werden in bis zu 11 % der Fälle durch Atemwegsinfektionen verursacht. Pneumonien bei Reiserückkehrern oder bei Migranten aus tropischen oder subtropischen Regionen werden in der Regel durch die auch in Europa üblichen Erreger verursacht: Pneumokokken, <i>Haemophilus influenzae</i>, <i>Mycoplasma pneumoniae</i>, <i>Chlamydophila pneumoniae</i>, Influenza, <i>Legionella pneumophila</i>. Es gibt jedoch auch Lungenerkrankungen, die nach einem Aufenthalt in den Tropen oder Subtropen auf dort endemische bakterielle, parasitäre, virale oder mykotische Erreger zurückgeführt werden können. Häufige importierte Infektionen sind Malaria, Denguefieber und Tuberkulose. Bei Reiserückkehrern und Migranten mit Lungenerkrankungen und Eosinophilie sollte an folgende Krankheiten gedacht werden: Katayama-Fieber (Bilharziose), Löffler-Syndrom (Lungenpassage von Rundwürmern: <i>Ascaris lumbricoides, Strongyloides stercoralis, Ancylostoma duodenale</i> und <i>Necator americanus</i>), tropische pulmonale Eosinophilie (Mikrofilarien), Amöbiasis, Infektion mit Lungenegeln, Echinokokkose und Toxocariasis. Durch Grasmilben wird das in Asien endemische Tsutsugamushi-Fieber übertragen, durch Zecken verschiedene Fleckfiebererkrankungen (Rickettsiosen). Zoonosen werden durch Kontakt zu infizierten Tieren bzw. deren Ausscheidungen erworben und sind in der Regel nicht von Mensch zu Mensch übertragbar: MERS-CoA (Kamele), pulmonale Hantavirusinfektion (Mäuse), Tularämie (Hasen), Leptospirose (Ratten), Q-Fieber (Schafe und Ziegen), sehr selten auch Anthrax (Tierfelle von Wiederkäuern) und Pest (infizierte Ratten und Wildtiere). Durch Inhalation von kontaminiertem Staub kann es zu Infektionen mit dimorphen Pilzen kommen: Histoplasmose (Fledermauskot) und Coccidioidomykose in Amerika und Teilen Afrikas, Blastomykose in Amerika. Einige Infektionen und deren Folgeerscheinungen können noch Jahre bis Jahrzehnte nach einem Tropenaufenthalt auftreten (Melioidose, Tuberkulose, Histoplasmose, Schistosomiasis-assoziierte pulmonale Hypertonie). Nichtinfektiöse Lungenerkrankungen können durch starke Luftverschmutzung oder Inhalation von toxischem Staub ausgelöst werden.</p>
title Pneumonien mit Reiseanamnese
topic Biodiversity
Mammalia
Chiroptera
Chordata
Animalia
bats
bat
url https://doi.org/10.5281/zenodo.13530245