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| Format: | Recurso digital |
| Language: | |
| Published: |
Zenodo
2025
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| Online Access: | https://doi.org/10.5281/zenodo.15655244 |
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Table of Contents:
- <p> <span><span><span>Mit dem Projekt roots (ehemals Wildspitze) wurde in der Hamburger HafenCity im Jahr 2024 das größte Holzhochhaus-Projekt Deutschlands und eines der größten weltweit, fertiggestellt. Bei einer Höhe von ca. 64 m und einer Bruttogeschossfläche von ca. 31.000 m² beherbergt es neben 128 Eigentumsund 53 geförderten Wohnungen auch den Stiftungssitz und eine multimediale Ausstellung nebst Gastronomie der Deutschen Wildtier Stiftung. Das Gebäude besteht aus einem dreigeschossigen Sockel (Erdgeschoss, Warftgeschoss und Untergeschoss) und zwei aufgehenden Baukörpern: einem 19-geschossigen „Turm“ im Westen und einem sieben-geschossigen „Riegel“ im Osten des Grundstücks. Mit der Wahl von Holz als Hauptbaumaterial stellt der Projektentwickler Garbe Immobilien-Projekte das Projekt in den Kontext der jüngsten Entwicklungen im Holzbau. Neben ökologischen Vorteilen des nachwachsenden Baumaterials Holz wie einer verbesserten CO2-Bilanz und einer gesteigerten Energieeffizienz, ist auch eine Verkürzung der Bauzeit durch einen hohen Vorfertigungsgrad und modulare Bauweise, gegenüber dem konventionellen Bauen mit Beton oder Stahl, anzuführen. Die Planung des Projekts erforderte eine detaillierte und strukturierte Vorgehensweise, um die spezifischen Anforderungen des Holzbaus zu erfüllen. Dazu gehörte neben der Einbindung von Holzbau- und Planungskompetenz zu einem frühen Projektstadium auch die Entwicklung von Bauteiloptionen samt Erstellung eines umfassenden Bauteilkatalogs und dem Einsatz von Building Information Modeling (BIM), um die interdisziplinäre Koordination und Planung zu unterstützen. Die Sicherstellung des Brandschutzes in Bau und Betrieb des Gebäudes, für die spezielle Konzepte entwickelt wurden, und die frühzeitige Erörterung des Einflusses von Wärmebrücken, samt hygrothermischer Untersuchung von Bauteilen zur Sicherstellung der Anforderungen aus der thermischen Bauphysik, stellte weitere wesentliche Planungsinhalte dar. Zudem wurden hohe Anforderungen an das Tragwerk und die Bauakustik gestellt, um den Lärmschutz für die Wohnnutzung zu gewährleisten, wofür ein großdimensionales Mock-Up zur Testung der Wandund Deckenaufbauten gebaut wurde. Das Projekt roots verdeutlicht, wie Holz als Baumaterial auch in Hochhäusern erfolgreich eingesetzt werden kann. Die Kombination von Nachhaltigkeit, innovativer Planung und technischer Präzision macht das Gebäude zu einem Modell für zukünftige Holzbauprojekte, insbesondere im urbanen Raum. Es zeigt, wie Holzbau in der Großstadt nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich konkurrenzfähig und technisch umsetzbar ist.</span></span></span></p>