Exochomoscirtes brancuccii Klausnitzer, 2025, nov.sp.

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1. Verfasser: Klausnitzer, Bernhard
Format: Recurso digital
Veröffentlicht: Zenodo 2025
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_version_ 1866902074099236864
author Klausnitzer, Bernhard
author_facet Klausnitzer, Bernhard
contents <p><b><i>Exochomoscirtes brancuccii</i> nov.sp.</b></p><p>Holotypus: J, LAOS, Salavan pr., Xe Xap NPA, 15 km NE Ta-Oy, Ban Doub env., 400-1000 m, 16°08'N, 106°40-43' E, 25.- 31.5.2012, leg. Brancucci et al., in coll. Naturhistorisches Museum, Basel.</p><p>B e s c h r e i b u n g: Körperlänge (Länge Pronotum + Elytre): 5,36 mm. Körper länglich oval (Körperlänge/maximale Körperbreite = 1,68).</p><p>Kopf rotbraun; dicht und fein punktiert, Punktzwischenräume glatt (100fache Vergrösserung); hell behaart. Mindestabstand zwischen den Innenrändern der Augen 0,75 mm. Antennen braun.</p><p>1 Die meisten Arten sind nur aus einem Land bzw. einer Region bekannt. Bei den weiter verbreiteten werden hier alle Fundgebiete gezählt.</p><p>Pronotum dunkel rotbraun; dicht und fein punktiert, Punktzwischenräume glatt (100fache Vergrösserung); hell behaart. Länge entlang der Mittellinie 0,86 mm; maximale Breite (senkrecht zur Körperlängsachse gemessen) 2,30 mm. Scutellum rotbraun; hell behaart; Punktur wie Pronotum; hinten zugespitzt.</p><p>Elytren rotbraun, beginnend unterhalb der Schulter zieht sich ein dunkler Fleck nach hinten (Abb. 1); Elytren mit schwachen Rippen; wie das Pronotum punktiert, Punktzwischenräume glatt (100fache Vergrösserung); hell behaart. Breite der Elytren in der Mitte, senkrecht zur Körperlängsachse gemessen 3,20 mm; Länge zwischen Schulter und Apex entlang der Körperlängsachse 4,50 mm.</p><p>Grösserer Metatibiensporn fast gerade, konisch zugespitzt, ohne abgebogene Spitze, 0,56 mm lang; kleinerer schwach gebogen, 0,21 mm lang. 1. Glied des Metatarsus 0,60 mm lang.</p><p>3.-7.Sternit braun, Vorderkanten schwarzbraun. 4. Sternit vorn in der Mitte mit einer 0,30 mm langen und 0,55 mm breiten Fläche, die matt erscheint und mit dünneren Borsten bedeckt ist (Sexualbehaarung?). Hinterrand des 7. Sternites in der Mitte sehr schwach eingebuchtet (0,03 mm). Maximale Breite 2,10 mm; maximale Länge neben der Bucht 0,65 mm.</p><p>Das 7. Tergit (Abb. 2) besteht aus einer breiten Platte und kräftig sklerotisierten, nach hinten konvergierenden, schwach gebogenen Bacilla lateralia. Hinten befindet sich ein zweispitziger Mittelfortsatz, der mit kurzen Borsten, vor allem an den Spitzen, bedeckt ist (Abb. 3). Zwischen den Spitzen liegt eine parabelförmige Grube. Der Abstand zwischen den Spitzen beträgt 0,09 mm, die Bucht ist 0,03 mm tief, die Länge der Zähnchen beträgt 0,06 mm. Daneben befindet sich jederseits ein etwas stärker sklerotisierter Hügel, der mit langen Mikrotrichen besetzt ist (Abb. 3 Pfeil). Der gesamte Bereich zwischen den Hügeln ist 0,30 mm breit. Maximale Breite des 7. Tergites ca. 1,8 mm; Gesamtlänge ca. 1,1 mm; Länge der Bacilla lateralia ohne Berücksichtigung der Krümmung 0,83 mm.</p><p>Das 8. Tergit (Abb. 6) besteht aus einer hinten schwach eingebuchteten Platte und kräftig sklerotisierten, im vorderen Teil gebogenen Bacilla lateralia, die an der Basis der Platte bogenförmig miteinander verbunden sind und parallel laufend weit in die Platte hinein reichen. Der Hinterrand ist dicht mit einem Saum von Mikrotrichen und einzelnen kurzen Borsten besetzt. Maximale Länge des 8. Tergites 0,81 mm; maximale Breite der Platte 0,40 mm; Länge der Platte 0,55 mm; Länge der Bacilla lateralia ohne Berücksichtigung der Krümmung 0,70 mm.</p><p>Die Platte des 9. Tergites (Abb. 7) ist kreisförmig, der Hinterrand und die Mitte sind dicht mit feinen, langen Mikrotrichen besetzt. Die Bacilla lateralia sind an der Basis frei undverschmelzen dann miteinander. In der Mitte befindet sich ein schmaler Steg (Abb. 7 Pfeil). An dieses Mittelstück schliesst hinten die Platte an. Maximale Länge des 9. Tergites 0,77 mm; Länge der Platte 0,35 mm; maximale Breite der Platte 0,42 mm; Länge des Mittelstücks 0,20 mm; Breite des Mittelstücks 0,14 mm; Länge der frei stehenden Bacilla lateralia 0,26 mm.</p><p>Tegmen (Abb. 8) mit einem transversen Kapulus (0,23 mm breit), dessen Aussenecken nach hinten gerichtet sind. Parameren lang und schmal, an der Basis halbkreisförmig nach aussen gebogen, apikal rund endend. Mittelfortsatz lang und schmal, mit kurzen Körnchen besetzt, am Ende ist er zugespitzt. Dort entspringen einige kurze Borsten. Mittelfortsatz kürzer (66 %) als die Parameren. Gesamtlänge des Tegmens 0,58 mm; maximale Breite 0,27 mm; Länge der Parameren ohne Berücksichtigung der Krümmung 0,53 mm; Länge des Mittelfortsatzes 0,35 mm.</p><p>Penis (Abb. 9) tropfenförmig, Pala vorn flach gerundet, nach hinten verjüngt. In der Mitte entspringen zwei fadenförmige, spitz endende Parameroide, zwischen denen ein schmales Zentem liegt. Gesamtlänge des Penis 0,47 mm; maximale Breite der Pala 0,17 mm; Länge der Parameroide 0,23 mm.</p><p>Weibchen: unbekannt.</p><p>A r e a l: <i>Exochomoscirtes brancuccii</i> nov.sp. ist bisher nur vom Fundort des Holotypus bekannt. Er liegt im Süden von Laos.</p><p>D e r i v a t i o n o m i n i s: Die neue Art wird Herrn Dr. Michel Brancucci (†) gewidmet. Er hat durch zahlreiche Expeditionen nach Laos die Kenntnis über die dortige Fauna erheblich verbessert. Ich bin dankbar für seine Grosszügigkeit, die die Bearbeitung des Materials aus dem Naturhistorischen Museum Basel bis heute zu einer Freude werden lässt.</p>
format Recurso digital
id zenodo_https___doi_org_10_5281_zenodo_16956638
institution Zenodo
language
publishDate 2025
publisher Zenodo
record_format zenodo
spellingShingle Exochomoscirtes brancuccii Klausnitzer, 2025, nov.sp.
Klausnitzer, Bernhard
Biodiversity
Taxonomy
Animalia
Arthropoda
Insecta
Coleoptera
Scirtidae
Exochomoscirtes
Exochomoscirtes brancuccii
<p><b><i>Exochomoscirtes brancuccii</i> nov.sp.</b></p><p>Holotypus: J, LAOS, Salavan pr., Xe Xap NPA, 15 km NE Ta-Oy, Ban Doub env., 400-1000 m, 16°08'N, 106°40-43' E, 25.- 31.5.2012, leg. Brancucci et al., in coll. Naturhistorisches Museum, Basel.</p><p>B e s c h r e i b u n g: Körperlänge (Länge Pronotum + Elytre): 5,36 mm. Körper länglich oval (Körperlänge/maximale Körperbreite = 1,68).</p><p>Kopf rotbraun; dicht und fein punktiert, Punktzwischenräume glatt (100fache Vergrösserung); hell behaart. Mindestabstand zwischen den Innenrändern der Augen 0,75 mm. Antennen braun.</p><p>1 Die meisten Arten sind nur aus einem Land bzw. einer Region bekannt. Bei den weiter verbreiteten werden hier alle Fundgebiete gezählt.</p><p>Pronotum dunkel rotbraun; dicht und fein punktiert, Punktzwischenräume glatt (100fache Vergrösserung); hell behaart. Länge entlang der Mittellinie 0,86 mm; maximale Breite (senkrecht zur Körperlängsachse gemessen) 2,30 mm. Scutellum rotbraun; hell behaart; Punktur wie Pronotum; hinten zugespitzt.</p><p>Elytren rotbraun, beginnend unterhalb der Schulter zieht sich ein dunkler Fleck nach hinten (Abb. 1); Elytren mit schwachen Rippen; wie das Pronotum punktiert, Punktzwischenräume glatt (100fache Vergrösserung); hell behaart. Breite der Elytren in der Mitte, senkrecht zur Körperlängsachse gemessen 3,20 mm; Länge zwischen Schulter und Apex entlang der Körperlängsachse 4,50 mm.</p><p>Grösserer Metatibiensporn fast gerade, konisch zugespitzt, ohne abgebogene Spitze, 0,56 mm lang; kleinerer schwach gebogen, 0,21 mm lang. 1. Glied des Metatarsus 0,60 mm lang.</p><p>3.-7.Sternit braun, Vorderkanten schwarzbraun. 4. Sternit vorn in der Mitte mit einer 0,30 mm langen und 0,55 mm breiten Fläche, die matt erscheint und mit dünneren Borsten bedeckt ist (Sexualbehaarung?). Hinterrand des 7. Sternites in der Mitte sehr schwach eingebuchtet (0,03 mm). Maximale Breite 2,10 mm; maximale Länge neben der Bucht 0,65 mm.</p><p>Das 7. Tergit (Abb. 2) besteht aus einer breiten Platte und kräftig sklerotisierten, nach hinten konvergierenden, schwach gebogenen Bacilla lateralia. Hinten befindet sich ein zweispitziger Mittelfortsatz, der mit kurzen Borsten, vor allem an den Spitzen, bedeckt ist (Abb. 3). Zwischen den Spitzen liegt eine parabelförmige Grube. Der Abstand zwischen den Spitzen beträgt 0,09 mm, die Bucht ist 0,03 mm tief, die Länge der Zähnchen beträgt 0,06 mm. Daneben befindet sich jederseits ein etwas stärker sklerotisierter Hügel, der mit langen Mikrotrichen besetzt ist (Abb. 3 Pfeil). Der gesamte Bereich zwischen den Hügeln ist 0,30 mm breit. Maximale Breite des 7. Tergites ca. 1,8 mm; Gesamtlänge ca. 1,1 mm; Länge der Bacilla lateralia ohne Berücksichtigung der Krümmung 0,83 mm.</p><p>Das 8. Tergit (Abb. 6) besteht aus einer hinten schwach eingebuchteten Platte und kräftig sklerotisierten, im vorderen Teil gebogenen Bacilla lateralia, die an der Basis der Platte bogenförmig miteinander verbunden sind und parallel laufend weit in die Platte hinein reichen. Der Hinterrand ist dicht mit einem Saum von Mikrotrichen und einzelnen kurzen Borsten besetzt. Maximale Länge des 8. Tergites 0,81 mm; maximale Breite der Platte 0,40 mm; Länge der Platte 0,55 mm; Länge der Bacilla lateralia ohne Berücksichtigung der Krümmung 0,70 mm.</p><p>Die Platte des 9. Tergites (Abb. 7) ist kreisförmig, der Hinterrand und die Mitte sind dicht mit feinen, langen Mikrotrichen besetzt. Die Bacilla lateralia sind an der Basis frei undverschmelzen dann miteinander. In der Mitte befindet sich ein schmaler Steg (Abb. 7 Pfeil). An dieses Mittelstück schliesst hinten die Platte an. Maximale Länge des 9. Tergites 0,77 mm; Länge der Platte 0,35 mm; maximale Breite der Platte 0,42 mm; Länge des Mittelstücks 0,20 mm; Breite des Mittelstücks 0,14 mm; Länge der frei stehenden Bacilla lateralia 0,26 mm.</p><p>Tegmen (Abb. 8) mit einem transversen Kapulus (0,23 mm breit), dessen Aussenecken nach hinten gerichtet sind. Parameren lang und schmal, an der Basis halbkreisförmig nach aussen gebogen, apikal rund endend. Mittelfortsatz lang und schmal, mit kurzen Körnchen besetzt, am Ende ist er zugespitzt. Dort entspringen einige kurze Borsten. Mittelfortsatz kürzer (66 %) als die Parameren. Gesamtlänge des Tegmens 0,58 mm; maximale Breite 0,27 mm; Länge der Parameren ohne Berücksichtigung der Krümmung 0,53 mm; Länge des Mittelfortsatzes 0,35 mm.</p><p>Penis (Abb. 9) tropfenförmig, Pala vorn flach gerundet, nach hinten verjüngt. In der Mitte entspringen zwei fadenförmige, spitz endende Parameroide, zwischen denen ein schmales Zentem liegt. Gesamtlänge des Penis 0,47 mm; maximale Breite der Pala 0,17 mm; Länge der Parameroide 0,23 mm.</p><p>Weibchen: unbekannt.</p><p>A r e a l: <i>Exochomoscirtes brancuccii</i> nov.sp. ist bisher nur vom Fundort des Holotypus bekannt. Er liegt im Süden von Laos.</p><p>D e r i v a t i o n o m i n i s: Die neue Art wird Herrn Dr. Michel Brancucci (†) gewidmet. Er hat durch zahlreiche Expeditionen nach Laos die Kenntnis über die dortige Fauna erheblich verbessert. Ich bin dankbar für seine Grosszügigkeit, die die Bearbeitung des Materials aus dem Naturhistorischen Museum Basel bis heute zu einer Freude werden lässt.</p>
title Exochomoscirtes brancuccii Klausnitzer, 2025, nov.sp.
topic Biodiversity
Taxonomy
Animalia
Arthropoda
Insecta
Coleoptera
Scirtidae
Exochomoscirtes
Exochomoscirtes brancuccii
url https://doi.org/10.5281/zenodo.16956638