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Autori principali: Rupp, Stephanie, Schwendemann, Hanna
Natura: Recurso digital
Lingua:
Pubblicazione: Zenodo 2025
Accesso online:https://doi.org/10.5281/zenodo.17158933
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_version_ 1866901722435158016
author Rupp, Stephanie
Schwendemann, Hanna
author_facet Rupp, Stephanie
Schwendemann, Hanna
contents <p><strong>Abstract </strong></p> <p><strong>Hintergrund:</strong><br>Frühzeitige logopädische und ergotherapeutische Versorgung im Vorschulalter kann erheblich dazu beitragen, sprachliche, emotionale und soziale Entwicklungsrisiken zu reduzieren und langfristig Teilhabe, Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit sicherzustellen. Besonders bei Sprachentwicklungsstörungen oder anderen Förderbedarfen ist ein rechtzeitiger Zugang zur Therapie grundlegend, um schulischen Problemen oder sozialer Ausgrenzung vorzubeugen. Neben strukturellen Identifikationswegen wie U-Untersuchungen spielen Eltern eine zentrale Rolle: Sie erkennen Auffälligkeiten, initiieren Diagnosen und organisieren Versorgung. Wie dieser Prozess aus Elternsicht erlebt wird, welche Barrieren bestehen und welche Unterstützungen gewünscht sind, ist bisher wenig untersucht.</p> <p><strong>Zielsetzung:</strong><br>Das Projekt <em>EGUBE (Eltern gut begleitet?)</em> untersucht elterliche Erfahrungen auf dem therapeutischen Versorgungspfad mit Fokus auf Barrieren, Unterstützungsbedarfe und Faktoren, die den Zugang zur logopädischen und ergotherapeutischen Versorgung fördern können.</p> <p><strong>Methode:</strong><br>EGUBE verwendet ein Mixed-Methods-Design. Quantitativ wurden deutschlandweit 58 Eltern per Online-Survey befragt; die Auswertung erfolgte deskriptiv und mittels Tendenzanalysen. Ergänzend wurden 10 leitfadengestützte Interviews bis zur Sättigung geführt. Die qualitative Analyse orientierte sich an Mayrings inhaltlich-strukturierender Inhaltsanalyse und wurde durch methodische Triangulation gestützt. Das Studiendesign ist formal als Protokoll verfügbar.</p> <p><strong>Ergebnisse:</strong><br>Eltern berichten von bürokratischen und organisatorischen Hürden, langen Wartezeiten und fehlender Transparenz in der Kommunikation zwischen Fachkräften. Belastungen entstehen durch mangelnde Informationen, unklare Ansprechpartner:innen und die Verantwortung, den Versorgungsweg selbst zu koordinieren. Unterstützend wirken verständliche Beratung, engagiertes Fachpersonal, klare Prozessstrukturen und unterstützende Netzwerke. Ein deutlicher Wunsch besteht nach mehr Transparenz, barrierefreien Informationen und empathischer Begleitung.</p> <p><strong>Implikationen:</strong><br>Diese Ergebnisse verschaffen den elterlichen Perspektiven Gehör und zeigen auf, wo Versorgung aus der Perspektive der Betroffenen gelingt bzw. wo erhebliche Barrieren bestehen. Die Befunde liefern konkrete Impulse für eine familienzentrierte, gesundheitskompetente und inklusive Versorgung im Vorschulalter. Als nächster Schritt empfiehlt sich die Umsetzung und Evaluation von Gesundheitskompetenz-sensiblen Materialien, verbesserten Informationswegen und interdisziplinärer Vernetzung. Das Protokoll von EGUBE erlaubt eine transparente Nachvollziehbarkeit des Designs und sichert methodische Robustheit.</p> <p> </p> <p>Literatur:</p> <p>AWMF. (2022). S3-Leitlinie Therapie von Sprachentwicklungsstörungen (Reg.-Nr. 049-015). Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften.</p> <p>Hasselhorn, M., & Sallat, S. (2014). Sprachförderung zur Prävention von Bildungsmisserfolg. In S. Sallat, M. Spreer & C. W. Glück (Hrsg.), Sprache professionell fördern. Kompetent, vernetzt, innovativ (S. 28–39). Schulz-Kirchner.</p> <p>Law, J., Garrett, Z., & Nye, C. (2003). <span lang="EN-US">Speech and language therapy interventions for children with primary speech and language delay or disorder. Cochrane Database of Systematic Reviews, (3), CD004110. https://doi.org/10.1002/14651858.CD004110<span>  </span></span></p> <p><span lang="EN-US">Mayring, P. (2015). </span>Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken (12. Aufl.). Beltz.</p> <p>Rosenbrock, R., & Kümpers, S. (2006). Primärprävention als Beitrag zur Verminderung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen. In M. Richter & K. Hurrelmann (Hrsg.), Gesundheitliche Ungleichheit: Grundlagen, Probleme, Perspektiven (S. 371–388). VS Verlag für Sozialwissenschaften. https://doi.org/10.1007/978-3-531-31163-1_20<span>  </span></p> <p>Rupp, S., & Schwendemann, H. (2023). Pilotprojekt EGUBE – Wie Eltern den Weg zur therapeutischen Versorgung ihrer Kinder erleben. forum:logopädie, 37(5), 12–18.</p> <p>Schwendemann, H. E., & Rupp, S. (2024). Das Projekt „Eltern gut begleitet?“ (EGUBE). Ergotherapie & Rehabilitation, 63(3), 18–22.</p> <p>Schwendemann, H., & Rupp, S. (2025). Eltern gut begleitet? <span lang="EN-US">(EGUBE): Studienprotokoll. Econstor Research Reports. https://www.econstor.eu/bitstream/10419/317781/1/1925821242.pdf</span></p> <p>Stollreiter, M., & Stich, H. (2020). Versorgungsforschung als Herausforderung – Effektivität und Effizienz von Versorgungsleistungen optimieren. Pflegezeitschrift, 73(3), 54–57. https://doi.org/10.1007/s41906-020-0837-3<span>  </span></p> <p>Zepp, F. (2020). Versorgungsforschung in der Pädiatrie. Monatsschrift Kinderheilkunde, 168(7), 578–579. https://doi.org/10.1007/s00112-020-00899-7</p>
format Recurso digital
id zenodo_https___doi_org_10_5281_zenodo_17158933
institution Zenodo
language
publishDate 2025
publisher Zenodo
record_format zenodo
spellingShingle Zwischen Sorge, Verantwortung und Systemkomplexität – Elterliche Erfahrungen und emotionale Befindlichkeiten im Versorgungspfad ihrer Kinder zur Logopädie und Ergotherapie
Rupp, Stephanie
Schwendemann, Hanna
<p><strong>Abstract </strong></p> <p><strong>Hintergrund:</strong><br>Frühzeitige logopädische und ergotherapeutische Versorgung im Vorschulalter kann erheblich dazu beitragen, sprachliche, emotionale und soziale Entwicklungsrisiken zu reduzieren und langfristig Teilhabe, Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit sicherzustellen. Besonders bei Sprachentwicklungsstörungen oder anderen Förderbedarfen ist ein rechtzeitiger Zugang zur Therapie grundlegend, um schulischen Problemen oder sozialer Ausgrenzung vorzubeugen. Neben strukturellen Identifikationswegen wie U-Untersuchungen spielen Eltern eine zentrale Rolle: Sie erkennen Auffälligkeiten, initiieren Diagnosen und organisieren Versorgung. Wie dieser Prozess aus Elternsicht erlebt wird, welche Barrieren bestehen und welche Unterstützungen gewünscht sind, ist bisher wenig untersucht.</p> <p><strong>Zielsetzung:</strong><br>Das Projekt <em>EGUBE (Eltern gut begleitet?)</em> untersucht elterliche Erfahrungen auf dem therapeutischen Versorgungspfad mit Fokus auf Barrieren, Unterstützungsbedarfe und Faktoren, die den Zugang zur logopädischen und ergotherapeutischen Versorgung fördern können.</p> <p><strong>Methode:</strong><br>EGUBE verwendet ein Mixed-Methods-Design. Quantitativ wurden deutschlandweit 58 Eltern per Online-Survey befragt; die Auswertung erfolgte deskriptiv und mittels Tendenzanalysen. Ergänzend wurden 10 leitfadengestützte Interviews bis zur Sättigung geführt. Die qualitative Analyse orientierte sich an Mayrings inhaltlich-strukturierender Inhaltsanalyse und wurde durch methodische Triangulation gestützt. Das Studiendesign ist formal als Protokoll verfügbar.</p> <p><strong>Ergebnisse:</strong><br>Eltern berichten von bürokratischen und organisatorischen Hürden, langen Wartezeiten und fehlender Transparenz in der Kommunikation zwischen Fachkräften. Belastungen entstehen durch mangelnde Informationen, unklare Ansprechpartner:innen und die Verantwortung, den Versorgungsweg selbst zu koordinieren. Unterstützend wirken verständliche Beratung, engagiertes Fachpersonal, klare Prozessstrukturen und unterstützende Netzwerke. Ein deutlicher Wunsch besteht nach mehr Transparenz, barrierefreien Informationen und empathischer Begleitung.</p> <p><strong>Implikationen:</strong><br>Diese Ergebnisse verschaffen den elterlichen Perspektiven Gehör und zeigen auf, wo Versorgung aus der Perspektive der Betroffenen gelingt bzw. wo erhebliche Barrieren bestehen. Die Befunde liefern konkrete Impulse für eine familienzentrierte, gesundheitskompetente und inklusive Versorgung im Vorschulalter. Als nächster Schritt empfiehlt sich die Umsetzung und Evaluation von Gesundheitskompetenz-sensiblen Materialien, verbesserten Informationswegen und interdisziplinärer Vernetzung. Das Protokoll von EGUBE erlaubt eine transparente Nachvollziehbarkeit des Designs und sichert methodische Robustheit.</p> <p> </p> <p>Literatur:</p> <p>AWMF. (2022). S3-Leitlinie Therapie von Sprachentwicklungsstörungen (Reg.-Nr. 049-015). Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften.</p> <p>Hasselhorn, M., & Sallat, S. (2014). Sprachförderung zur Prävention von Bildungsmisserfolg. In S. Sallat, M. Spreer & C. W. Glück (Hrsg.), Sprache professionell fördern. Kompetent, vernetzt, innovativ (S. 28–39). Schulz-Kirchner.</p> <p>Law, J., Garrett, Z., & Nye, C. (2003). <span lang="EN-US">Speech and language therapy interventions for children with primary speech and language delay or disorder. Cochrane Database of Systematic Reviews, (3), CD004110. https://doi.org/10.1002/14651858.CD004110<span>  </span></span></p> <p><span lang="EN-US">Mayring, P. (2015). </span>Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken (12. Aufl.). Beltz.</p> <p>Rosenbrock, R., & Kümpers, S. (2006). Primärprävention als Beitrag zur Verminderung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen. In M. Richter & K. Hurrelmann (Hrsg.), Gesundheitliche Ungleichheit: Grundlagen, Probleme, Perspektiven (S. 371–388). VS Verlag für Sozialwissenschaften. https://doi.org/10.1007/978-3-531-31163-1_20<span>  </span></p> <p>Rupp, S., & Schwendemann, H. (2023). Pilotprojekt EGUBE – Wie Eltern den Weg zur therapeutischen Versorgung ihrer Kinder erleben. forum:logopädie, 37(5), 12–18.</p> <p>Schwendemann, H. E., & Rupp, S. (2024). Das Projekt „Eltern gut begleitet?“ (EGUBE). Ergotherapie & Rehabilitation, 63(3), 18–22.</p> <p>Schwendemann, H., & Rupp, S. (2025). Eltern gut begleitet? <span lang="EN-US">(EGUBE): Studienprotokoll. Econstor Research Reports. https://www.econstor.eu/bitstream/10419/317781/1/1925821242.pdf</span></p> <p>Stollreiter, M., & Stich, H. (2020). Versorgungsforschung als Herausforderung – Effektivität und Effizienz von Versorgungsleistungen optimieren. Pflegezeitschrift, 73(3), 54–57. https://doi.org/10.1007/s41906-020-0837-3<span>  </span></p> <p>Zepp, F. (2020). Versorgungsforschung in der Pädiatrie. Monatsschrift Kinderheilkunde, 168(7), 578–579. https://doi.org/10.1007/s00112-020-00899-7</p>
title Zwischen Sorge, Verantwortung und Systemkomplexität – Elterliche Erfahrungen und emotionale Befindlichkeiten im Versorgungspfad ihrer Kinder zur Logopädie und Ergotherapie
url https://doi.org/10.5281/zenodo.17158933