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Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Bockelmann, Franziska, Ochs, Fabian, Wemhöner, Carsten
Format: Recurso digital
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Zenodo 2026
Schlagworte:
Online-Zugang:https://doi.org/10.5281/zenodo.18300498
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Inhaltsangabe:
  • <p>Im Rahmen des IEA HPT Annex 61 werden innovative Wärmepumpenkonzepte für Gebäudecluster und Plusenergiequartiere (PEDs) untersucht. Ziel ist es, durch eine techno-ökonomische Analyse vielversprechende Anwendungen zu identifizieren und Empfehlungen für Integration, Auslegung und Steuerung von Wärmepumpensystemen zu entwickeln.<br>Der Fokus liegt auf der Bewertung verschiedener Systemtopologien – von dezentralen Lösungen auf Gebäudeebene bis hin zu vollständig zentralisierten Konzepten. Ein stärkere Integration über Wärmenetze kann günstig Quellen erschließen, führt jedoch zu höheren Kosten und Wärmeverlusten durch die notwendige Netzinfrastruktur. Die Wahl der optimalen Systemkonfiguration hängt stark von den lokalen Gegebenheiten ab.<br>Untersucht werden vier Hauptvarianten:<br>• Variante 1: Zentrale Wärmepumpe pro Quartier mit hohem Temperaturniveau.<br>• Variante 2a: Halbzentral – zentrale Niedertemperatur-Wärmepumpe mit dezentralen Booster-Wärmepumpen für Trinkwarmwasser (TWW).<br>• Variante 2b: Halbzentral – zentrale Niedertemperatur-Wärmepumpe mit dezentralen Wärmepumpen für TWW und Raumheizung (RH).<br>• Variante 3: Dezentrale, gebäudeweise Wärmepumpen mit Niedertemperaturnetz.<br>Dezentrale Systeme bieten meist die höchste Effizienz durch geringe Wärmeverluste und bessere Leistungszahlen. Halbzentralisierte Lösungen mit Booster-Wärmepumpen zeigen gute energetische Leistungen, sind jedoch wirtschaftlich herausfordernd. In PEDs mit heterogener Gebäudestruktur könnten dezentrale Booster-Wärmepumpen besonders vorteilhaft sein, da sie niedrigere Vorlauftemperaturen ermöglichen.<br>Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit von Entscheidungshilfen zur kostenoptimierten Planung. Der entwickelte Arbeitsablauf kann dabei unterstützen und als Grundlage für einen integralen Planungsansatz in zukünftigen Plusenergiequartieren dienen.</p>