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Bibliographic Details
Main Author: Ion Taloș
Format: Recurso digital
Language:Romanian, Moldovan
Published: Zenodo 2023
Subjects:
Online Access:https://doi.org/10.5281/zenodo.18915393
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Table of Contents:
  • <p>Das Folklorearchiv des Rumänischen Akademie, das Zentrum für historischen Studien und das Deutsche Volksliedarchiv (Zusammenfassung) Diese Studie vergleicht drei bedeutende Folklorearchive: 1. Centro de Estudios Históricos, gegründet 1910 von Ramón Menéndez Pidal in Madrid, heute Archivo Menéndez Pidal del Romancero, 2. Deutsches Volksliedarchiv, gegründet 1914 von John Meier in Freiburg im Breisgau, aktuell Teil des Zentrums für populäre Kultur und Musik, und 3. Arhiva de Folclor a Academiei Române, gegründet 1930 von Ion Mușlea in Cluj, heute Institutul Arhiva de Folclor a Academiei Române. Der Spanier R. Menéndez Pidal kam durch einen glücklichen Zufall dazu, die mündlich tradierte Literatur zu erforschen, d.h. er und seine Frau María Goyri nahmen sich vor, ihre Hochzeitsreise mit der Untersuchung der Topograpfie des Cid-Epos im Duero Tal zu verbringen. Sie trafen in Osma/Castillien auf eine Wäscherin, die zur Verwunderung der jungen Eheleute, zahlreiche Romanzen rezitieren /vortragen konnte, eine Folklore-Gattung, die sie für verschwunden gehalten hatten. Dies war der Anfang der neuen philologischen, historischen und musikologischen Forschung in Spanien. Der Deutsche John Meier war bereits durch Vorträge und durch seine Habilschrift Kunstlieder im Volksmunde bekannt, als er das Deutsche Volksliedarchiv in Freiburg gründete. Der Rumäne Ion Mușlea bewies schon in jungem Alter sein Interesse für Volksbräuche und hat sich durch sein Werk La mort‑mariage: une particularité du folklore balcanique einen Namen gemacht. Die erwähnten Archive lassen sich in folgender Weise charakterisieren: in Madrid lag der Akzent auf dem spanischen epischen Lied und dessen Beziehung zur Geschichte des Landes. In Freiburg setzte man den Akzent auf das Volkslied als individuelle Schöpfung, die in die Mündlichkeit übernommen war. In Klausenbuerg/ Cluj dagegen vertrat man die Meinung, das die Folklore eine Schöpfung der Dorfbevölkerung sei. Eines war allen drei Archiven gemeinsam, nämlich das Sprachprinzip, d.h. auch die Volkskultur der Gebiete über die Landesgrenzen hinaus, überall wo Spanisch, Deutsch oder Rumänisch gesprochen wurde, zu sammeln. Gesammelt haben insbesondere die an Ort und Stelle lebenden Intellektuellen. Alle drei Archive haben Standardwerke publiziert, z.B. in Madrid Romancero tradicional de las lenguas hispánicas (12 Bde), in Freiburg Deutsche Volkslieder mit ihren Melodien. Balladen (10 Bde), in Cluj-Napoca Tipologia folclorului din răspunsurile la chestionarele lui B.P . Hasdeu. In Freiburg und Cluj wurden außerdem die Zeitschriften Jahrbuch für Volksliedforschung (1928–2000) und Anuarul Arhivei de Folclor (1932–1945, 1980–1990, 2021– ) veröffentlicht. Besondere Schwierigkeiten hatten die Archive in Freiburg und Cluj während des Zweiten Weltkrieges, das Archiv in Madrid während des Bürgerkrieges in Spanien ohne das die gesammelten Materialien verloren gingen. 1 Prezentul text se bazează pe comunicarea prezentată la simpozionul 90 de ani de la înființarea Arhivei de Folclor a Academiei Române, care a avut loc online în 21–22 decembrie 2021. * Universitatea din Köln, Germania; Institutul "Arhiva de Folclor a Academiei Române" , Cluj-Napoca. AFAR în comparație cu Centro de Estudios Históricos și cu Deutsches Volksliedarchiv Ion TALOȘ16 Ein wichtiges Kapitel der Studie bilden die Beziehungen der Archive in Cluj und Freiburg (Briefe von Meier, Mușlea, Brăiloiu u.a.) sowie Freiburg und Madrid (Briefe von Meier und R.M. Pidal). Im Anhang werden Rezensionen rumänischer und romanischer Bücher im J ahrbuch für Volksliedforschung (1966–2001) verzeichnet.</p>