| _version_ | 1866902330241187840 |
|---|---|
| author | Jansen, Thomas |
| author_facet | Jansen, Thomas |
| contents | <p>Seit über einem Jahrhundert scheitern Entzifferungsversuche des Voynich-Manuskripts häufig an</p> <p>der stillschweigenden Voraussetzung, es handle sich um einen fortlaufenden literarischen Text oder</p> <p>um eine konventionell verschlüsselte natürliche Sprache. Die vorliegende Arbeit schlägt stattdessen</p> <p>ein enger gefasstes, methodisch kontrollierbares Modell vor: Das Manuskript wird als chiffriertes,</p> <p>naturphilosophisches Arbeitsbuch interpretiert, in dem Text und Bild gemeinsam eine funktionale</p> <p>Nomenklatur von Stoffen, Zuständen, Operationen und Anwendungen organisieren. Ausgangspunkt</p> <p>sind etablierte EVA-Transkriptionen, die konventionelle, nach Illustrationen bestimmte</p> <p>Abschnittsgliederung des Kodex sowie Befunde der statistischen Voynich-Forschung zu Entropie,</p> <p>Wiederholung, Ko-Occurrence und sektoralen Differenzen. Der Beitrag beansprucht keine Zeile-für-</p> <p>Zeile-Übersetzung. Er entwickelt vielmehr ein integratives Deutungsmodell, operationalisiert dessen</p> <p>Begriffe, grenzt konkurrierende Hypothesen ab und formuliert konkrete, künftig prüfbare</p> <p>Vorhersagen. Auf dieser Grundlage erscheint der Voynich-Text weniger als narrative Prosa denn als</p> <p>stark reguliertes Fachregister, dessen Wiederholungsmuster und Bildkopplungen mit einer</p> <p>prozessualen Wissensordnung vereinbar sind.</p> <p>Schlüsselwörter: Voynich-Manuskript, EVA-Transkription, Ikonographie, Alchemie,</p> <p>mittelalterliche Pharmazie, balneologische Sektion, kombinatorische Nomenklatur,</p> <p>Arbeitsbuch-Hypothese</p> |
| format | Recurso digital |
| id | zenodo_https___doi_org_10_5281_zenodo_19177731 |
| institution | Zenodo |
| language | |
| publishDate | 2026 |
| publisher | Zenodo |
| record_format | zenodo |
| spellingShingle | Das Voynich-Paradigma: Das Manuskript als prozessuales Arbeitsbuch Jansen, Thomas Voynich Manuskript <p>Seit über einem Jahrhundert scheitern Entzifferungsversuche des Voynich-Manuskripts häufig an</p> <p>der stillschweigenden Voraussetzung, es handle sich um einen fortlaufenden literarischen Text oder</p> <p>um eine konventionell verschlüsselte natürliche Sprache. Die vorliegende Arbeit schlägt stattdessen</p> <p>ein enger gefasstes, methodisch kontrollierbares Modell vor: Das Manuskript wird als chiffriertes,</p> <p>naturphilosophisches Arbeitsbuch interpretiert, in dem Text und Bild gemeinsam eine funktionale</p> <p>Nomenklatur von Stoffen, Zuständen, Operationen und Anwendungen organisieren. Ausgangspunkt</p> <p>sind etablierte EVA-Transkriptionen, die konventionelle, nach Illustrationen bestimmte</p> <p>Abschnittsgliederung des Kodex sowie Befunde der statistischen Voynich-Forschung zu Entropie,</p> <p>Wiederholung, Ko-Occurrence und sektoralen Differenzen. Der Beitrag beansprucht keine Zeile-für-</p> <p>Zeile-Übersetzung. Er entwickelt vielmehr ein integratives Deutungsmodell, operationalisiert dessen</p> <p>Begriffe, grenzt konkurrierende Hypothesen ab und formuliert konkrete, künftig prüfbare</p> <p>Vorhersagen. Auf dieser Grundlage erscheint der Voynich-Text weniger als narrative Prosa denn als</p> <p>stark reguliertes Fachregister, dessen Wiederholungsmuster und Bildkopplungen mit einer</p> <p>prozessualen Wissensordnung vereinbar sind.</p> <p>Schlüsselwörter: Voynich-Manuskript, EVA-Transkription, Ikonographie, Alchemie,</p> <p>mittelalterliche Pharmazie, balneologische Sektion, kombinatorische Nomenklatur,</p> <p>Arbeitsbuch-Hypothese</p> |
| title | Das Voynich-Paradigma: Das Manuskript als prozessuales Arbeitsbuch |
| topic | Voynich Manuskript |
| url | https://doi.org/10.5281/zenodo.19177731 |