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| Autor principal: | |
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| Formato: | Recurso digital |
| Lenguaje: | |
| Publicado: |
Zenodo
2026
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| Materias: | |
| Acceso en línea: | https://doi.org/10.5281/zenodo.19177731 |
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Tabla de Contenidos:
- <p>Seit über einem Jahrhundert scheitern Entzifferungsversuche des Voynich-Manuskripts häufig an</p> <p>der stillschweigenden Voraussetzung, es handle sich um einen fortlaufenden literarischen Text oder</p> <p>um eine konventionell verschlüsselte natürliche Sprache. Die vorliegende Arbeit schlägt stattdessen</p> <p>ein enger gefasstes, methodisch kontrollierbares Modell vor: Das Manuskript wird als chiffriertes,</p> <p>naturphilosophisches Arbeitsbuch interpretiert, in dem Text und Bild gemeinsam eine funktionale</p> <p>Nomenklatur von Stoffen, Zuständen, Operationen und Anwendungen organisieren. Ausgangspunkt</p> <p>sind etablierte EVA-Transkriptionen, die konventionelle, nach Illustrationen bestimmte</p> <p>Abschnittsgliederung des Kodex sowie Befunde der statistischen Voynich-Forschung zu Entropie,</p> <p>Wiederholung, Ko-Occurrence und sektoralen Differenzen. Der Beitrag beansprucht keine Zeile-für-</p> <p>Zeile-Übersetzung. Er entwickelt vielmehr ein integratives Deutungsmodell, operationalisiert dessen</p> <p>Begriffe, grenzt konkurrierende Hypothesen ab und formuliert konkrete, künftig prüfbare</p> <p>Vorhersagen. Auf dieser Grundlage erscheint der Voynich-Text weniger als narrative Prosa denn als</p> <p>stark reguliertes Fachregister, dessen Wiederholungsmuster und Bildkopplungen mit einer</p> <p>prozessualen Wissensordnung vereinbar sind.</p> <p>Schlüsselwörter: Voynich-Manuskript, EVA-Transkription, Ikonographie, Alchemie,</p> <p>mittelalterliche Pharmazie, balneologische Sektion, kombinatorische Nomenklatur,</p> <p>Arbeitsbuch-Hypothese</p>