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| Format: | Recurso digital |
| Language: | |
| Published: |
Zenodo
2026
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| Online Access: | https://doi.org/10.5281/zenodo.19223108 |
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Table of Contents:
- <p><em>In diesem Essay wird die These aufgestellt und verteidigt, dass die unreflektierte phonetschriftliche Massenalphabetisierung im Zusammenhang mit der Detrinitarisierung hauptverantwortlich für das katastrophale Scheitern der protestantischen Moderne in die großen sozialen und ökologischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts hinein gemacht werden kann. Die mit beiden Prozessen in Kombination ausgelöste größte epistemische Transformation der europäischen Geschichte, der Wandel vom dreigliedrigen Zeichensystem der Vormoderne zum zweigliedrigen Zeichensystem der Gegenwart, zog auch eine fundamentale Transformation des Umgangs mit „Andersheit“ nach sich. Während die „Andersheit“ im dreigliedrigen Denken als „Wunder“ die Möglichkeit zur Öffnung, Veränderung und Erneuerung erschließt, bedroht sie im binären Denken des „tertium non datur“ als Ausgeschlossenes „die Ordnung“. Das neuzeitliche Schulwesen hat deshalb nicht nur für eine Massenalphabetisierung gesorgt, sondern auch das intellektuelle Fundament der modernen Faschistoidität in das Denken der entstehenden nationalstaatlichen Bevölkerungen des modernen Europas einpädagogisiert. Dieser Zustand kann nur von einer Pädagogik überwunden werden, die mit Andersheit als wesentlichem Katalysator jedes kognitiven Prozesses integrativ umgehen, Andersheit zulassen und, als integrativer Bestandteil einer ihre Binarität an Andersheit rückbindungsfähigen Gesellschaft, die Kultivierung der Andersheits- und Neuheitsfähigkeit als mit der Alphabetisierung gleichwertiges Bildungsziel verfolgen kann.</em></p>