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Autore principale: Oggier, Jasmin
Natura: Recurso digital
Lingua:
Pubblicazione: Zenodo 2021
Accesso online:https://doi.org/10.5281/zenodo.5575784
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_version_ 1866901657191710720
author Oggier, Jasmin
author_facet Oggier, Jasmin
contents <p>Mit dem Wandel der Familienbilder hat sich auch die Form der Stieffamilie verändert. Während früher die Stieffamilie durch die Wiederverheiratung nach dem Tod eines biologischen Elternteils entstand, bilden sich heutige Stieffamilien mehrheitlich nach Trennung oder Scheidung. Folglich besteht das Stieffamiliensystem aus mindestens einem Stiefelternteil, dem Kind oder den Kindern und beiden biologischen Elternteilen. Mit der beschriebenen Familienform haben heutige Stiefeltern nicht mehr die Rolle, einen dahingeschiedenen Elternteil zu ersetzen, was gleichzeitig die Frage nach der aktuellen sozialen Rolle der heutigen Stiefelternschaft aufwirft.</p> <p>Die folgende Forschungsarbeit soll daher nach Klärung grundlegender Begriffe und Theorieansätze die Frage nach der sozialen Rolle der Stiefeltern heute und nach den gesellschaftlichen Rollenerwartungen beantworten. Hierzu wurden neun Stiefeltern in verschiedenen Beziehungsdauern und verschiedenen Wohnverhältnissen mit der Methode der Gruppeninterviews zu ihrem Rollenerleben als Stiefelternteil befragt.</p> <p>Im Gespräch mit Stiefmüttern und Stiefvätern hat sich herausgestellt, dass das Erleben und Bilden der Rollenidentität als Stiefelternteil genderspezifische Merkmale aufweisen. Aus den Forschungsergebnissen geht weiterhin hervor, dass durch Uneinigkeiten zwischen den gesellschaftlichen Rollenvorstellungen und dem subjektiven Erleben der Stiefeltern die Bildung der Rollenidentität erschwert wird. Dienstleistungsangebote seitens der Sozialen Arbeit sind den Stiefeltern wenig bekannt, obwohl sie einen Unterstützungsbedarf erkennen.</p>
format Recurso digital
id zenodo_https___doi_org_10_5281_zenodo_5575784
institution Zenodo
language
publishDate 2021
publisher Zenodo
record_format zenodo
spellingShingle Die soziale Rolle der Stiefeltern: Zwischen Definition und gesellschaftlichen Rollenerwartungen: Eine explorative Arbeit aus Sicht der Sozialen Arbeit
Oggier, Jasmin
<p>Mit dem Wandel der Familienbilder hat sich auch die Form der Stieffamilie verändert. Während früher die Stieffamilie durch die Wiederverheiratung nach dem Tod eines biologischen Elternteils entstand, bilden sich heutige Stieffamilien mehrheitlich nach Trennung oder Scheidung. Folglich besteht das Stieffamiliensystem aus mindestens einem Stiefelternteil, dem Kind oder den Kindern und beiden biologischen Elternteilen. Mit der beschriebenen Familienform haben heutige Stiefeltern nicht mehr die Rolle, einen dahingeschiedenen Elternteil zu ersetzen, was gleichzeitig die Frage nach der aktuellen sozialen Rolle der heutigen Stiefelternschaft aufwirft.</p> <p>Die folgende Forschungsarbeit soll daher nach Klärung grundlegender Begriffe und Theorieansätze die Frage nach der sozialen Rolle der Stiefeltern heute und nach den gesellschaftlichen Rollenerwartungen beantworten. Hierzu wurden neun Stiefeltern in verschiedenen Beziehungsdauern und verschiedenen Wohnverhältnissen mit der Methode der Gruppeninterviews zu ihrem Rollenerleben als Stiefelternteil befragt.</p> <p>Im Gespräch mit Stiefmüttern und Stiefvätern hat sich herausgestellt, dass das Erleben und Bilden der Rollenidentität als Stiefelternteil genderspezifische Merkmale aufweisen. Aus den Forschungsergebnissen geht weiterhin hervor, dass durch Uneinigkeiten zwischen den gesellschaftlichen Rollenvorstellungen und dem subjektiven Erleben der Stiefeltern die Bildung der Rollenidentität erschwert wird. Dienstleistungsangebote seitens der Sozialen Arbeit sind den Stiefeltern wenig bekannt, obwohl sie einen Unterstützungsbedarf erkennen.</p>
title Die soziale Rolle der Stiefeltern: Zwischen Definition und gesellschaftlichen Rollenerwartungen: Eine explorative Arbeit aus Sicht der Sozialen Arbeit
url https://doi.org/10.5281/zenodo.5575784